Ohrenstöpsel, aber keine Schonhaltung

von | Apr 15, 2020

Dr. Wolfgang Jezek empfiehlt hochsensiblen Personen möglichst viele entspannende Momente, aber keine Schonhaltung im Leben

/ Ilia Ambros:

Sie sind Psychiater, Homöopath und auch Krimiautor. Wie ist das gekommen und was bedeuten Ihnen Ihre Tätigkeiten?

/ Dr. Wolfgang Jezek:

Ich habe Medizin studiert und meine Ausbildung für Psychiatrie gemacht. Danach habe ich zum Teil in Spitälern gearbeitet, jetzt seit ca. 20 Jahren in eigener Praxis als Psychiater. Meine Homöopathie-Ausbildung habe ich vor etwa zehn Jahren abgeschlossen. Seitdem arbeite ich so gut ich kann auch homöopathisch, vor allem in der Privatpraxis, da ist die Homöopathie ein ganz wichtiger Schwerpunkt. Das mit dem Autor ist daraus entstanden, dass ich mich immer schon vor allem für Lyrik interessiert habe. Ich schreibe Gedichte, und habe mich mit anderen Lyrikern und Lyrikerinnen beschäftigt, einiges gelesen und da bin ich auf Christine Lavant gestoßen. Mich hat interessiert, wie sehr kann man etwas über einen Menschen erfahren, der doch schon vor einigen Jahrzehnten verstorben ist? Inwieweit kann man da ein Persönlichkeitsbild im Nachhinein entwerfen? Da habe ich sehr viel recherchiert, war oft in Kärnten, wo sie gelebt hat. Aus dem gesammelten Material ist dann dieser Krimi entstanden. Ein bisschen aus Verlegenheit: Was mache ich denn mit den vielen Informationen? Und so sind diese sehr vielen Informationen in einen Krimi hineingeflossen. Homöopathie ist mir ganz wichtig, liebe ich sehr, das Schreiben ist mir eigentlich immer wichtiger geworden. Die Psychiatrie ist, würde ich sagen, der Broterwerb. Mit der Homöopathie ist es da schon schwieriger, mit dem Schreiben kann man kein Einkommen sichern, außer man ist Bestseller-Autor und hat ein Riesenglück, aber das ist nur wenigen vergönnt.

Ich habe ja Ihren Krimi mit Begeisterung gelesen. Was mir sofort aufgefallen ist, war, dass Ihre Protagonistin hochsensibel ist. Jetzt interessiert mich natürlich, wie Sie zu dem Thema Hochsensibilität gekommen sind.

Ein Psychiater lernt viel von Patienten. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe im Laufe der Jahre wirklich viel von meinen Patienten gelernt. Auch über Bereiche wie das Wirtschaftsleben, wo ich mich sonst nicht auskenne. Da habe ich einiges erfahren. Und so ähnlich war es eigentlich, als mir eine Patientin vor Jahren erzählt hat, dass sie auf die Hochsensibilität gestoßen ist. Das war damals noch kein Thema oder nur ein Randthema. Dann ist dieses Buch erschienen, „Zart besaitet“, das eigentlich schon ein Klassiker geworden ist. Sie hat das gelesen und gesagt: „Ja, ich habe mich da wiedererkannt, und jetzt verstehe ich endlich…“ Und dann habe ich mir gedacht: „Hoppla, das hat doch etwas mit mir zu tun. So wie sie das erzählt, was sie als hochsensibel bezeichnet, das kenne ich doch von mir zum Teil.“ Dann habe ich das Buch gelesen. Es hat mich sehr berührt, wie Hochsensibilität da geschildert ist, womit das alles zu tun hat. Ich habe mich schon zu einem guten Teil selber wiedergefunden und viele Patienten und Patientinnen, die ich im Laufe der Zeit gesehen habe, mit denen ich geredet habe. Gerade unter psychiatrischen Patienten und Patientinnen sind sicher viele Hochsensible dabei.

Man geht davon aus, dass ca. 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung weltweit hochsensibel sind, und zwar Männer und Frauen gleichermaßen. Können Sie das in Ihrer Praxis beobachten? Ist das ausgewogen oder sind das mehr Frauen, die zu Ihnen kommen?

Es sind wahrscheinlich mehr Frauen. In die psychiatrische Praxis kommen sowieso mehr Frauen. Frauen gehen überhaupt mehr zum Arzt. Frauen sind gesundheits-bewusster und Frauen sind, wenn sie irgendwelche Leiden bei sich bemerken, bereiter, dann etwas dafür zu tun. Bei den Männern muss es meistens schon ganz arg sein. Deshalb sehe ich da wahrscheinlich mehr Frauen. Inwieweit es ausgewogen ist, kann ich jetzt nicht sagen. Sicherlich ist der Prozentsatz, würde ich sagen, unter meinen Patienten und Patientinnen höher. Weil wahrscheinlich hochsensible Menschen eher zu bestimmten psychischen Krankheitsbildern neigen wie Depressionen, Angstzuständen usw. Prozentuell ist das bei mir höher als in der sogenannten normalen Welt. Wenn Sie eine Umfrage in der Mariahilfer Straße machen, wird die anders ausfallen als in einer psychiatrischen Praxis.

Ist Hochsensibilität in Medizinerkreisen ein Thema?

Noch nicht wirklich. In meiner gesamten medizinischen Laufbahn, in der Ausbildung schon gar nicht, aber auch in Gesprächen mit anderen Psychiatern, ist das kaum thematisiert worden. Das ist wirklich noch kaum ein Thema. Und ich habe schon Psychiater-Kollegen erlebt, die, wenn ich das anspreche, ein bisschen die Nase rümpfen und sagen: „Na ja, das ist wieder einmal so ein neues Konzept. Da war zuerst das Burnout und jetzt ist es die Hochsensibilität. Wellenförmig kommen immer so komische Zustandsbilder …“ Es gibt sicher Kollegen, die damit nichts anfangen können. Das sind wahrscheinlich keine Hochsensiblen.

Sind Ihnen persönlich andere hochsensible Männer bekannt?

Ja, ja… kenne ich. Ich würde sagen, mein Freundeskreis setzt sich sicher zu einem Gutteil – und ich habe Gott sei Dank einen guten, auch männlichen Freundeskreis – da sind sicher etliche Hochsensible darunter.

Ich frage Sie auch deshalb: Ich habe ja die Ausbildung zur Expertin für Hoch-sensibilität/Hochsensivität gemacht und da war, wie es oft in ähnlichen Ausbildungen ist, ein einziger Mann, der teilgenommen hat. Offenbar ist es für Männer manchmal schwierig, sich als hochsensibler Mann zu outen.

Das kann ich mir schon vorstellen. Erstens können wahrscheinlich nicht so viele Leute mit dem Begriff etwas anfangen. Und dann kommt man so rasch in ein Eck, das ist so ein Psycherl oder ein Nerverl… Vielleicht sogar irgendwie in Richtung schwul, kein richtiger Mann, so überempfindlich, fast wie eine Frau… Was man Frauen so andichtet. Frauen halten ja sehr viel aus im Prinzip. Als Mann muss man sich vielleicht überlegen: „Wem erzähle ich das? Wem sage ich das?“ Im Arbeitsbereich würde ich das nicht sagen. Außer es ist vielleicht irgendein Werbebüro, ein Kreativbüro, wo so Typen vielleicht gesucht sind, vielleicht so durchgeknallte und sensible. Männer wollen sich ja immer gerne sehen als stark, als souverän, als allen möglichen Problemen gewachsen, kampfbereit und kampferprobt und was weiß ich… Mit einer höheren, nervlichen Sensibilität entspricht man vielleicht nicht so dem Selbstbild, das viele Männer so gerne von sich haben.

Es wird im Zusammenhang von Hochsensibilität viel von Reizüberflutung und Belastungen gesprochen, ganz einfach, weil die Filter im Gehirn von hochsensiblen Personen anders sind. Was würden Sie als Vorteile der Hochsensibilität erachten? Was wären für Sie die Qualitäten einer hochsensiblen Person, egal ob männlich oder weiblich?

Ich möchte es jetzt trotzdem einmal so formulieren, dass das vielleicht nicht nur Qualitäten sind. Ich würde sagen, dass die Belastung auch Chance ist. Ein Phänomen, das sich so oder so auswirken kann oder so oder so erlebt werden kann. Zum Beispiel: ich sitze in einem Lokal und halte diese ganzen Hintergrundgeräusche schwer aus oder wenn jemand am Nebentisch sitzt und da wird was geredet und da hinten. Also kann ich vielleicht diese ganzen Reize nicht so gut ausblenden, kann mich schwerer fokussieren auf irgendetwas, weil ich einfach sehr viel wahrnehme durch meine hohe Sensibilität. Aber das ist natürlich auch der Vorteil. Ich krieg wahrscheinlich mehr als andere Menschen einen Gesamteindruck. Ich sitze in einem Kaffeehaus und kann dann, wenn ich da rausgehe, wenn mich wer fragt: „Was hast du da jetzt alles gesehen?“, da kann ich wahrscheinlich einen relativ umfassenden Gesamteindruck geben. Welche Leute ich gesehen habe. Was die am Nebentisch geredet haben. Das kann belastend, aber auch ein Vorteil sein. Es kommt immer darauf an, wo man sich gerade befindet, was man gerade tut. Sicherlich ist es eher eine Belastung. Als Hochsensibler bin ich gegenüber Menschen – wie sie mir entgegentreten zum Beispiel und was die mir sagen oder wie sie etwas sagen – mehr ausgeliefert, als ein anderer. Ein bisschen übertrieben ausgedrückt. Ich werde vielleicht Gesagtes eher schneller stärker aufnehmen oder persönlicher nehmen oder emotionaler auffassen. Aber dadurch bin ich in einem stärkeren emotionalen Kontakt mit dieser Person. Ich nehme die Person vielleicht tiefer oder emotionaler wahr und kann dann, wenn sie etwas von sich erzählt, mehr darauf eingehen. Ich glaube, es geht sehr viel um Emotionen. Die Hypersensibilität hat sehr viel mit Emotionen zu tun. Mit Wahrnehmen von Emotionen, mit Ausdrücken von Emotionen, da tun sich die Männer wieder schwerer. Dieses Wahrnehmen und vor allem sich auf eine emotionale Ebene begeben können. Das kann natürlich ein Problem sein, damit kann ich echt ein Problem kriegen, aber das kann eine Chance sein, wenn ich Emotionales von anderen Personen mehr wahrnehme und auf das eingehen kann. Ich denke, dadurch sind Hochsensible sicherlich prädestiniert für Sozialberufe, auch für künstlerische Berufe. Überall, wo es um Emotionen geht, um Kreativität geht, um Kontakt mit anderen Personen, Mitschwingen mit anderen Personen, versuchen, andere Personen zu verstehen – da sind sicher Hochsensible sehr befähigt dazu. Das kann aber zum Problem werden, das muss ich wieder sagen. Hochsensible müssen sicher aufpassen und sich ganz gute Schutzmechanismen aneignen, um nicht von diesen Emotionen oder den Problemen der anderen weggetragen, weggeschwemmt zu werden.

Betreffend Schutzmechanismen: Was würden Sie da hochsensiblen Personen konkret empfehlen?

Ich würde sagen, Hochsensible sollten sehr, sehr auf ihre persönliche Belastbarkeit aufpassen. Ich glaube, das ist das Um und Auf. Ein hochsensibler Mensch sollte lernen, seine persönliche Belastbarkeit möglichst gut kennenzulernen und einzuschätzen. Er sollte nicht immer über diese Belastbarkeitsgrenze drüber gehen: Das halte ich noch aus, das schaffe ich noch, das geht noch… Auf die Dauer geht das nicht gut und führt wahrscheinlich früher oder später zum Zusammenbruch. Das ist einmal das erste. Dann sicherlich gewisse Techniken oder Maßnahmen lernen, mit Stress umzugehen, zum Beispiel Klopftechniken. Und sich trauen, ein für einen selber passendes Umfeld zu schaffen. Ein Hochsensibler wird in einem Großraumbüro ein Problem kriegen. Jetzt sind wahrscheinlich nicht immer so die Umstände vorhanden, es geht ja angeblich wieder in Richtung dieser Großraumbüros, das habe ich von meinen Patienten so gehört. Das finde ich ziemlich furchtbar. Also wenn ein Hochsensibler die Möglichkeit hat, sich ein Umfeld zu schaffen, etwa zu Hause zu arbeiten oder in einem getrennten Büro, einem Raum, wo er nicht so reizüberflutet ist, dann sollte er diese Chance ergreifen, sich das selber schaffen, wenn möglich. Ich werde in Zukunft, wenn ich in der U-Bahn fahre, Ohrenstöpsel verwenden, weil ich diesen Geräuschpegel eigentlich nicht mehr aushalte. Ich finde, das ist eine Zumutung, wie laut da gesprochen wird, wie laut telefoniert wird. Also, sich einfach durch technische Vorrichtungen soweit möglich vor zu vielen Reizen zu schützen. Was ist noch wichtig? Meditation ist wichtig. Ich finde, Entspannungstechniken sind wichtig, Autogenes Training ist eine gute Sache, die man zwischendurch einmal wo einsetzen kann. Man muss ja jetzt nicht in eine Yogastunde gehen eine Stunde lang, aber Autogenes Training kann man ein paar Minuten zwischendurch machen, am Klo oder so. Das ist eine sehr gute Sache. Meditation. Ich meditiere regelmäßig, ich halte Meditation für etwas ganz Wichtiges, man müsste es regelmäßig tun. Und alle mehr entspannenden Bewegungsformen wie Yoga, Tai Chi, Qigong oder so. Das wirkt nicht gleich und sofort, aber wenn man das regelmäßig macht, kann man sicherlich seinen persönlichen Anspannungslevel runterfahren und wird damit belastbarer. Ich würde jedem Hochsensiblen irgendeine Entspannungsmethode raten, dass er die lernt und dass er die aber wirklich regelmäßig ausübt. Ob das jetzt Meditation ist oder Yoga oder was auch immer… Gut ist alles, was man relativ kurzfristig machen kann. Vielleicht sogar am Arbeitsplatz. Das ist dringend anzuraten. Wenn man ein spiritueller Mensch ist, kann auch Gebet hilfreich sein, sogar so ritualisierte Gebetsformen wie ein Rosenkranz, wenn man einen Zugang dazu hat. Ist ja wurscht, Hauptsache, es hilft! Wichtig ist einfach, runterkommen. Zu schauen, dass man immer wieder einmal während eines Arbeitstages oder während der Mittagspause, einen Spaziergang macht, zwischendurch an die Luft geht. Ich persönlich finde Luft unheimlich wichtig. Frische Luft! Einfach einatmen, rumgehen, frische Luft atmen… finde ich ganz wichtig. Also immer wieder mal so runterkommen, ein bisschen entspannen. Das ist, glaube ich, ganz wichtig.

Ich würde gerne noch auf die Arbeitswelt eingehen, weil Sie das vorhin schon angesprochen haben. Es wird ja der Begriff Hochsensibilität jetzt allmählich bekannter und findet sich auch in Zeitungen wieder. Meistens unter dem Aspekt der Reizüberflutung und Reizüberflutung im Job. Wie könnte ein Unternehmen, ganz abgesehen von dieser Reizüberflutung, von hochsensiblen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern profitieren?

Also ich denke einmal, Hochsensible haben ein ungeheures Potential an Kreativität. Das sind, wenn man so schaut, in der Kunstgeschichte, kreative Menschen, Literaten vielleicht Erfinder, sehr erfinderische Techniker oder so. Da finden sich sicher sehr, sehr viele Hochsensible. Ich glaube, ein Unternehmer ist gut beraten, sich diese grundsätzliche Kreativität dieser Menschen zu Nutzen zu machen. Man muss schauen, ihnen Rahmenbedingungen zu schaffen, wo sie diese Kreativität ausleben können, etwa abgetrennte Räume. Es gibt ja Firmen, ich weiß zumindest vom großen Konzern Siemens, die Mitarbeitern Ruhezeiten bzw. Rückzugsmöglichkeiten gewähren. Sogar Yogakurse anbieten, da war ich erstaunt, das zu hören. Ich glaube, gescheite, aufgeschlossene Arbeitgeber sollten ihre hochsensiblen Mitarbeiter nicht als „Psycherln“ oder sonst irgendetwas abstempeln, sondern schauen, dass die gute Rahmenbedingungen finden, um ihre Kreativität zu leben. Und Hochsensible können natürlich so ein bisschen Barometer sein für gewisse Entwicklungen, atmosphärische Schwingungen, das kriegen ja die Hochsensiblen viel rascher mit als andere. Deshalb sollte man vielleicht, was gewisse Entwicklungen innerhalb der Firma, atmosphärische Entwicklungen, betrifft, achtsam sein, was Hochsensible da wahrnehmen. Das muss nicht eingebildet sein, das kann durchaus etwas sein, was einfach die anderen noch nicht wahrnehmen, was sich aber ungünstig entwickeln kann. Und man sollte sie vor Mobbing schützen. Ich glaube, dass Hochsensible oft Opfer von Mobbing werden. Und es sollten dann Möglichkeiten gegeben sein, sie dann, wenn eine Mobbingsituation eintritt, zu schützen oder das aufzuarbeiten. Das ist ganz wichtig, weil sonst sind die fort, gehen dem Betrieb einfach verloren. Und auch ihr Potential.

Mir ist noch wichtig zu sagen, dass man mit der eigenen Hochsensibilität nicht zu schonend umgeht. Ich habe Menschen kennengelernt, die ihre Hochsensibilität ein bisschen wie einen Bauchladen vor sich hertragen: Ich bin ja so hochsensibel! Kommt mir nicht zu nahe oder sagt mir nichts Unangenehmes! Nur keine Kritik, weil sonst breche ich gleich zusammen. Ich glaube, es ist wichtig, dass man sich immer wieder ein Stück dieser eigenen Sensibilität aussetzt und sich Situationen aussetzt oder sich ihnen stellt, die man nicht so gerne hat oder wo man vielleicht mit der Hochsensibilität Probleme kriegt. Auf Wienerisch ausgedrückt: Man sollte sich nicht zu sehr unter einen Quargelsturz stellen. Man sollte achtsam damit umgehen, aber es sollte keine komplette Schonhaltung werden. Das ist wichtig. Wenn ich eh schon ängstlich bin vor bestimmten Situationen, lieber diesen Situationen stellen. Es muss ja nicht gleich Bungee Jumping sein. Aber jedenfalls, ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich nur schonen oder sich diesen ganzen Situationen bewusst nicht auszusetzen, dann dazu führt, dass man sich immer mehr zurückzieht und immer weniger kann. Auch als Hochsensibler kann und soll man sich gewissen Situationen aussetzen.

Sie sprechen mir da aus der Seele. Ich habe zwei Phänomene erlebt: Den einen Typ, der sich als Opfer seiner Hochsensibilität sieht und ach so arm ist und der andere Typ, der sich bewusst überall als hochsensibel deklariert und sich für etwas Besseres hält. Das hat dann so einen elitären Touch. Beides ist nicht mein Ansatz.

Nein, meiner auch nicht. Das tut der Sache nicht gut. Da kommt man wieder in ein komisches Eck.

Ich danke Ihnen sehr für dieses interessante Gespräch und möchte Sie zum Abschluss noch fragen, wie es mit Ihrer Schreibtätigkeit weitergeht. Wann werden wir wieder etwas von Ihnen lesen können?

Ich hoffe, Mitte nächsten Jahres wird man mein neues Buch lesen können. Und übrigens: Ich glaube, dass ich diese Bücher ohne meine Hochsensibilität nicht schreiben könnte. Das ist meine Überzeugung. Das ist ein direkter Ausdruck davon. Da bin ich meiner Hochsensibilität sehr dankbar, dass sie mir diese Möglichkeiten eröffnet.

Dr. Wolfgang Jezek

 

Weiterführende Links:
www.gmeiner-verlag.de/autoren
www.dr-jezek.at

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Blog-Autorin Ilia Ambros

Als Expertin für Hochsensibilität unterstütze ich Menschen auf dem Weg zu einem leichteren Leben mit ihrer Begabung.

 

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